In der Schweiz sind die Einstiegschancen für Berufsanfänger so gut wie schon seit Langem nicht mehr. Vom Bundesamt für Statistik befragte Unternehmen gaben an, weitere Arbeitsplätze schaffen zu wollen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ist die Beschäftigung im zweiten Quartal 2012 um 1,2 Prozent gestiegen.

Schweizer Unternehmer blicken optimistisch in die Zukunft. Bei einer Befragung gaben Firmen aus den Bereichen Industrie und Dienstleistungen an, im dritten Jahresquartal weiter Personal einzustellen. Diese beiden Sektoren verzeichnen im Vergleich zum Vorjahr von April bis Juni dieses Jahres, einen deutlichen Zuwachs an Beschäftigten. In vielen Bereichen werden gut ausgebildete Fachkräfte gesucht. Großunternehmen locken Hochschulabsolventen mit speziellen Einstiegsprogrammen. Kleinere und mittelständische Betriebe bieten Berufseinsteigern die Möglichkeit, schneller Verantwortung zu übernehmen. Die Firmen bieten den Bewerbern zudem individuelle Qualifizierungsmöglichkeiten an.

Freie Stellen in den Internet-Jobbörsen auf Rekordhoch.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Beschäftigung in allen Schweizer Großregionen angestiegen. Den stärksten Anstieg mit 2,0 Prozent verzeichnet der Espace Mittelland. Die Nordwestschweiz verzeichnet nur ein leichtes Plus von 0,2 Prozent. Dieser Aufwärtstrend ist vor allem im drastischen Anstieg der im Internet ausgeschriebenen Stellen bemerkbar. Eine Untersuchung der wichtigsten Schweizer Internet-Jobbörsen, sowie Webseiten mit Stellenangeboten von rund 1000 Schweizer Unternehmen und Organisationen ergab, dass sich besonders in den Bereichen Marketing, Werbung und Medien die Nachfrage nach Arbeitnehmern erhöhte. Ebenso ist die Nachfrage nach Consulting-Dienstleistungen gestiegen. Hier gibt es einen erhöhten Bedarf an Beratern und Juristen. Vermehrt kommen Stellenangebote auch von Handel und Industrie. Ein Fachkräftemangel besteht in den Berufsfeldern Gesundheit, Wellness und Krankenpflege. In der Deutschschweiz fehlen Lehrer, rund 40 Prozent der Stellen sind unbesetzt. Allein das Gastgewerbe muss einen Rückgang der Beschäftigung hinnehmen, da aufgrund des starken Franken europäische Touristen ausbleiben.

Bewerber haben die Wahl.

Junge Menschen, die jetzt gerade ihre Berufsausbildung abschließen, finden gute Einstiegsmöglichkeiten in die Berufswelt vor. Bewerber können zwischen verschiedenen Stellenangeboten wählen. Das heißt allerdings nicht, dass Arbeitgeber ihre Ansprüche herunterschrauben. Machen Sie sich daher Ihre eigenen Stärken bewusst. Werden Sie sich frühzeitig über Ihre Karriereziele klar und bewerben Sie sich auf Stellen, für die Sie die geforderten Qualifikationen mitbringen. Informieren Sie sich über die übliche Einstiegsform in Ihren Wunschbereich z.B. auf http://www.awd-karrierechance.de/. Wird erst mal ein Praktikum verlangt oder gibt es die Möglichkeit des Direkteinstieges in eine bestimmte Position. Halten Sie Ausschau nach Alternativen – sowohl im In- als auch im Ausland.

Photo von Fredy Thuerig

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